Konrad Braun

Die Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Holz einerseits und eigenen Lebensprozessen andererseits sind zentrale Themen meiner künstlerischen Arbeit.

 

Klare geometrische Formen bringe ich in Kontrast mit reliefartigen Oberflächenstrukturen. Meine Wandobjekte sind gestaltet aus meist kleinen Holzstückchen, die durch Sägen, Spalten oder Brechen entstehen. „Ordo“, „Dynamik im Quadrat“, und „Strukurwandel“ sind beispielsweise Titel solcher Arbeiten. Andere Werke sind aus einem massiven Holzstück gearbeitet. Mit einer Säge schaffe ich Freiräume, die es dem Holz dann ermöglichen, seine ihm eigene Dynamik zu entfalten. So entstehen Werke wie die „Raumhüllen“ oder „Eigendynamik.“

Als Sohn eines Rechenmachers begleitet mich Holz als Werkstoff schon von Kindheit an. In meiner Freizeit erprobte ich viele Jahre als Autodidakt mein künstlerisches Geschick mit ganz unterschiedlichen Materialien und Techniken. Dabei entstanden Bilder, figürliche Kleinplastiken und Schnitzereien. Um mein Können zu erweitern, habe ich 2001 Workshops für Zeichnen und Bildhauerei belegt. Neben meiner beruflichen Tätigkeit als Gärtner besuchte ich anschließend  5 Semester an der Bildhauer- Atelier-Schule von Axel F. Otterbach. Workshops für Bronzeguss folgten in den Jahren danach.

 

Als Gärtner arbeitete ich unter anderem in Einrichtungen wie dem ZfP Zwiefalten, dem Kloster Reute und zuletzt in der Jugendhilfeeinrichtung St. Fidelis in Heudorf. Nach dem unerwarteten beruflichen Aus 2008 und einer Zeit der Neuorientierung begann für mich im September 2009 die Selbständigkeit als freiberuflich bildender Künstler. Ich lebe und arbeite in Heudorf a. B. Mein künstlerisches Schaffen umfasst einerseits die in Ausstellungen gezeigten Werke, andererseits kleine und auch größere Auftragsarbeiten, wie z. B. die künstlerische Umgestaltung der Pfarrkirche in Stetten bei Laupheim.

 

Meine Werke sehe ich als eine, „in Holz gestaltete Einladung“, an den Betrachter, sich mit den eigenen Lebensprozessen auseinander zu setzen.